Mit Selbsthypnose und Vertrauen die Krise meistern

In der aktuellen Krise im Vertrauen bleiben und die Realität selbstbestimmt und gelassen meistern

Aktuell ist eine besondere Zeit. Anfang des Jahres führte der Virus COVID-19 zu einer Corona Pandemie und die Realität wie sie zuvor existierte verschwand und nun ist alles etwas anders.

Quasi alles etwas verrückter oder auch Ver-Rückt.

Zur Zeit ist die Anzahl der Unsicherheiten und fehlenden Sicherheit im Alltag so präsent wie nie und viele Menschen haben damit zu kämpfen ihr Vertrauen, ihre innere Sicherheit abzurufen.

Aber warum ist das momentan schwieriger denn je?

Wir hören in unserer Praxis oft momentan folgende Aussagen:

„Es ist super schwer bei mir zu bleiben“

„Ich kontrolliere im Moment vieles was Hygiene angeht doppelt-gehe den Tag nochmal in Gedanken durch und prüfe ob ich alles RICHTIG gemacht habe“

„Oft verliere ich mich im Google Jungle und komme dadurch auf noch verrücktere Gedanken und mache mir noch mehr Sorgen als ohne hin schon.“


Was fällt vor allem bei diesen Aussagen auf?

In erster Linie ist es so, dass gerade in der aktuellen Situation/Zeit die Menschen noch weniger bei sich bleiben können als sonst. Was genau bedeutet das. Dazu möchte ich etwas ausholen um dir mit einem Beispiel zu verdeutlichen wie unser Gehirn funktioniert und dann wird es für dich wahrscheinlich auch ganz logisch warum es momentan so schwierig ist im Vertrauen zu bleiben und nicht innerlich in „Kriegsmodus“ zu schalten.

Jeder Mensch besitzt nur eine Aufmerksamkeit. An sich ist das eine tolle Sache denn eigentlich kannst du dich nur auf eine Sache konzentrieren. Wir leben allerdings in einer Zeit, wo MULTITASKING gefragt ist.

Und vielleicht kennst du es aus dem Job: du sitzt am Schreibtisch an einer Sache, die bearbeitet werden darf, und es klingelt das Telefon, dann poppt noch eine Email auf und ein Kollege oder der Chef/die Chefin kommt rein und hat auch noch ein Anliegen. Was passiert in diesem Augenblick im Gehirn? Eine Ablenkung auf äußere Faktoren. Du bist mit der Aufmerksamkeit nicht bei dir, sondern bei ca. 3-4 Sachen parallel.

Jetzt ist es so das wir Menschen nicht dazu gemacht sind mehrere Sachen gleichzeitig zu tun(auch wenn das in der Familie und im Job oft gefordert wird) denn mit nur einer Aufmerksamkeit ist tatsächlich nur eine Sache möglich. Und wenn du mit der Aufmerksamkeit überall bist, nur nicht bei dir selbst, entsteht innerlich ein Stress im Gehirn und emotional oft auch. Jetzt leben wir aktuell in einer sehr verrückten Zeit, die mit der eigentlichen Realität nicht mehr viel zu tun hat. Denn was passiert aktuell überall – zusätzlich zu dem, dass wir im Job und Privat oft überall sind mit der Aufmerksamkeit nur nicht bei uns?

Wir werden aktuell – wenn wir es zulassen – von außen (äußeren Faktoren) zugemüllt mit Informationen. Ich sage nicht, dass nicht einige Informationen wichtig sind, aber: wenn du dich auf außen noch mehr fokussierst, bist du wahrscheinlich eher im Kopf mit Gedanken beschäftigt. Und eine Tatsache ist wichtig zu wissen. Wir können nur eins: entweder denken oder fühlen. Was bedeutet das für dich? Wenn du dir Gedanken machst und oben im Kopf bist, kannst du für dich nicht ein gutes Gefühl oder eine Sicherheit, dein Vertrauen abrufen. Je mehr du „draußen“ bist und dich mit negativen Nachrichten auseinandersetzt, desto weniger wirst du innerlich wahrnehmen, dass es dir gut geht und diese Emotion auch spüren. Das Gehirn hat diese Funktion „rauszuswitchen“ und sich nicht mehr so stark selbst wahrzunehmen eigentlich als Schutzmaßnahme entwickelt um in NOTSITUATIONEN abgeklärt reagieren zu können.

Wir stellen allerdings in der Praxis fest, das oft die Eigenwahrnehmung kaum oder nur noch sehr wenig bei Menschen mit Unsicherheiten und Ängsten existiert. Wir werden oft dazu angehalten die Dinge doch mal aus einer anderen Perspektive zu sehen, oder von außen zu betrachten und zu reflektieren. Vom Gehirn her, sind diese „Geisteszustände“ allerdings nicht natürlich und irgendwann wird es anstrengen, denn dann kann Sicherheit und Vertrauen nur noch schwer abgerufen werden weil die Menschen sich oft immer mehr von sich selbst entfernen mit der eigenen Wahrnehmung.


Was kannst du also tun, damit du in der verrückten Zeit bei dir bleibst und dich nicht immer auf das negative im außen fokussierst.

Als erstes ist wichtig, dass du für dich einmal prüfst wo du im Alltag mit deiner Aufmerksamkeit überwiegend bist. Bist du im Außen, oder in der Vergangenheit, oder in der Zukunft oder bei dir? Wenn du auf einer 1-10 diese 4 Möglichkeiten einmal skalierst, wirst du merken, wo du überwiegend mit der Aufmerksamkeit im Alltag bist.
Vielleicht bist du viel draußen und auch viel in der Vergangenheit.


Vielleicht bist du auch viel in der Zukunft und malst dir Dinge und Situationen dort aus.

Dann ist die nächste Frage die du dir stellen kannst folgende: Ist dein Fokus eher positiv oder negativ. Sprich malst du dir dein Bestcase Szenario aus oder eher das Worstcase und verfällst innerlich in einen Kriegszustand?
Wenn du diese Fragen für dich beantwortet hast kannst du für dich einmal Selbsthypnose Übung durchführen, die dir dabei hilft, mehr bei dir zu bleiben und vor Allem für dich die Realität zu vergegenwärtigen die tatsächlich existiert:

Suche dir einen ruhigen Ort aus, wo du ein paar Minuten deine Ruhe hast, und nicht gestört wirst.
Setzte dich bequem hin oder lege dich hin, je nachdem was für dich bequemer ist.

1. Sinne wahrnehmen:

Schließe deine Augen und konzentriere dich auf deine Sinne.
Was hörst du gerade?
Was riechst du im Augenblick?
Was schmeckst du?
Was spürst du gerade (z.B. wo berührst du den Untergrund auf dem du sitzt oder liegst)?
Und wenn du dir jetzt den Raum vorstellst, prüfe für dich deine Perspektive – nimmst du den Raum aus dir heraus wahr oder siehst du dich von außen.

2. Perspektivwechsel

Falls du dich von außen betrachtest, wechsle aus dieser Kameraposition in dich hinein, so dass du dir den Raum aus dir heraus vorstellst.

3. Aufmerksamkeit nach innen – weg von außen

Jetzt prüfe für dich, wenn du mit der Aufmerksamkeit bei dir bist, wo in dir ist gerade ein angenehm stimmiges Gefühl. Wo genau? Ist es warm oder kalt? Leicht oder schwer? Weich oder hart? Bleibe da mit deiner Aufmerksamkeit und lass sich dieses Gefühl hin überall in dir ausbreiten. Manchmal brauch es ein paar Minuten bis es überall angekommen ist. Gib dir selbst die Zeit die es brauch.

Wenn es irgendwo nicht gehen sollte, bleibe dort bis es sich auch an dieser Stelle oder diesem Bereich stimmig anfühlt. Und wenn es überall ruhig und angenehm ist, prüfe für dich deine momentane Realität: ist dort draußen gerade real irgendeine Bedrohung, herrscht Krieg und fliegen irgendwelche Kugelnd durch die Gegend – oder bist du gerade da wo du bist in Sicherheit?

Wenn du mit der Aufmerksamkeit bei dir bist, spüre mal in dich rein, wo sitzt deine Sicherheit und dein Vertrauen? Konzentriere dich darauf und bleibe dort mit der Konzentration und lass sich dieses Gefühl ausbreiten. Und wie fühlt sich das an? Sind dann die äußeren Faktoren noch wichtig, oder spürst du gerade, dass eigentlich alles gut ist im Augenblick, da wo du gerade bist?

Je öfter du im Alltag merkst, wo du gerade bist mit deiner Aufmerksamkeit und für dich wieder trainierst bei dir zu bleiben, desto mehr wirst du merken das allein du selbst die Führung über deine Aufmerksamkeit hast. Du allein bestimmst wo dein Fokus hinwandert und du bestimmst in wie weit du dich von anderen, oder äußeren Faktoren bestimmen lässt. Jeder Mensch trägt die Fähigkeit in sich seine Aufmerksamkeit zu lenken. Und du selbst hast die Möglichkeit die Richtung zu bestimmen. Anstatt andere zu beneiden, was für tolle Leben sie haben, werde selbst aktiv und gestalte dein Leben so, wie du dich wohl fühlst. Stell dir mal die Frage: was kannst du jetzt gerade in diesem Augenblick tun, damit es dir ein kleines bisschen besser geht? Und das setzte einfach direkt um.

Hol dir zum Beispiel eine Tasse Tee oder Kaffee, geh eine Runde spazieren oder setzte dich in die Natur. Mach das wozu du gerade Lust hast, und wo du gerade die Möglichkeit zu hast, um das zu spüren, was dir gerade gut tut. Setzt es einfach um. Lass es mich gerne wissen, wie es dir damit geht, wie die Übung klappt und gib mir dazu gern ein Feedback. Ich wünsche dir einen zauberhaften Tag und freue mich von dir zu hören oder zu lesen.

Alles Liebe, deine Nadine

3 Comments

  1. Sehr interessanter Beitrag.

    Ich habe mir den jetzt zweimal durchgelesen und lasse den Inhalt auf mich wirken.

    Danke für die Informationen

  2. Liebe Nadine, toller Beitrag. Ich finde mich sehr in dem Text wieder. Dank deiner Tipps verstehe ich, was ich jetzt brauche um gestärkt durch die kommende Zeit zu gehen. Vielen Dank!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an info@hilfe-durch-hypnose.de widerrufen.